Modular geplant und flexibel umgesetzt
Terminal 3 im Blick

Modulares System

Die modulare Planung sah von Beginn an vor, dass Terminal 3 je nach Kapazitätsbedarf weiter ausgebaut werden kann. Gestartet wurde 2015 mit dem ersten Bauabschnitt inklusive Terminal-Hauptgebäude und den Flugsteigen H und J. Die Planung ermöglicht zwei weitere Abschnitte: Die Erweiterung um Flugsteig G und schließlich auch um Flugsteig K.

Es wird eng

Bis in das Jahr 2019 sorgte ein starkes Wachstum an Fluggästen für eine früher als prognostizierte Auslastung von Terminal 1 und 2. Aus diesem Grund fiel 2018 die Entscheidung, dass der Bau des zweiten Bauabschnitts, bestehend aus Flugsteig G, vorgezogen wird. Durch eine effiziente Bauweise ist eine Fertigstellung bereits vor dem ersten Bauabschnitt möglich. Auch ein Betrieb des Flugsteigs G wäre ohne das noch im Bau befindliche Terminal-Hauptgebäude möglich. Denn der Flugsteig wurde als Solitär konzipiert. Das heißt, er kann alle Prozesse abbilden wie ein Terminal – vom Check-in bis zur Gepäckabholung.

Der Flughafen Frankfurt in der Pandemie

Mit der Corona-Pandemie erlebte die Luftfahrt ihre bisher schwerste und längste Krise. Ihre Konsequenzen auf den weltweiten Luftverkehr haben sich auch am Flughafen Frankfurt deutlich gezeigt. Lediglich 18,8 Millionen Reisende nutzten 2020 den größten Flughafen Deutschlands – 2019 wurde noch ein Rekord von 70,5 Millionen Fluggästen erreicht. Diese historisch schwere Krise  hatte weitreichende Auswirkungen – auch auf den Bau von Terminal 3.

Herausforderung Pandemie

Die Corona-Pandemie stellt die ganze Welt vor Herausforderungen und im Besonderen den globalen Luftverkehr. Dies zeigt sich auch am Flughafen Frankfurt in Form von massiv reduzierten Fluggastzahlen. Langfristig werden die globale Weltwirtschaft und der Flugverkehr aber wieder wachsen und darum bleibt der Bau von Terminal 3 integraler Bestandteil für die Zukunft des Drehkreuzes Frankfurt. Aber auch die Großbaustelle muss sich auf die Umstände der Pandemie einstellen, um den Bau weiter voran zu bringen.

Bauen unter Corona-Bedingungen – Ein Interview mit Projektleiter Christian Bierend im Juni 2020

Wir können die Bauarbeiten unter Einhaltung der Sicherheits- und Hygienemaßnahmen sicherstellen. Die gute Nachricht ist also: Wir bauen im großen Umfang weiter. Trotzdem spüren wir durch die Corona-Pandemie auch Auswirkungen. Zum Beispiel: Aufgrund der zeitweisen innereuropäischen Grenzschließungen war die Verfügbarkeit von Material und Personal auf Seiten der Auftragnehmer insbesondere von März bis Mai 2020 spürbar eingeschränkt.

Durch die coronabedingten Einschränkungen wird es zu Verzögerungen einzelner Bauabschnitte kommen. Das wirkt sich auch auf den geplanten Fertigstellungstermin aus, der nun für das Terminal-Hauptgebäude und die Flugsteige H und J im Jahr 2025 geplant ist. Eine Inbetriebnahme ist nach der Fertigstellung ab 2026 möglich. Die Arbeiten am Flugsteig G sind bereits so weit fortgeschritten, dass eine bauliche Fertigstellung in wesentlichen Bereichen weiter Ende 2021 bzw. Anfang 2022 möglich ist.

Wir setzen vermehrt auf einen digitalen und virtuellen Austausch zwischen Construction Management, der Projektsteuerung und den angeschlossenen Planern. Dies funktioniert gut – auch wenn ich den direkten persönlichen Austausch oft vermisse.

Mit unseren Sicherheits- und Gesundheitskoordinatoren achten wir intensiv auf die Einhaltung der Hygienebestimmungen. Es gibt eine eigens dazu gegründete „Task Force“, die dies prüft, kritische Sachverhalte thematisiert und entsprechende Gegenmaßnahmen aufsetzt. Natürlich sensibilisieren wir auch kontinuierlich sämtliche Fachunternehmen, denn auch sie sind verantwortlich dafür, die Maßnahmen zum Infektionsschutz konsequent umzusetzen. Zudem haben wir die Frequenz bei der Reinigung der Tagesunterkünfte, WC-Bereiche und Pausenräumen erhöht. Da aktuell der Rohbau auf Hochtouren läuft, finden ohnehin viele Arbeiten an der frischen Luft statt, was ein Infektionsrisiko deutlich mindert. Auch die Abstandsregelungen werden auf der Baustelle eingehalten.