Vision
Flugsteig G - Hohe Flexibilität dank vorausschauenden Planungen

Modular geplant

Wohl eine der wichtigsten Eigenschaften der Flughafenplaner am Frankfurt Airport? Weitsicht! Denn die größte Herausforderung eines Infrastrukturanbieters ist es, langfristige bauliche Erweiterungen genau dann anbieten zu können, wenn der Bestand spürbar an Grenzen stößt. Das zeigen auch die Planungen des neuen Terminal 3 und sein modularer Aufbau. Schließlich reichen die ersten Gespräche über einen Flughafenausbau mit der Stadt Frankfurt ins Jahr 1997 zurück. Schon damals wurde das Terminal so konzipiert, dass es sich modular leicht an den Bedarf anpassen lässt. So sorgte in den Jahren bis 2019 das starke Passagierwachstum in Frankfurt für eine schnellere Auslastung der bestehenden Terminals 1 und 2. Aus diesem Grund fiel 2018 die Entscheidung, dass der Bau des zweiten Bauabschnitts, bestehend aus Flugsteig G, vorgezogen wird. Das Ziel: Bis 2022 zusätzliche Kapazitäten mit Flugsteig G anbieten zu können. Denn das wesentlich komplexere neue Terminalhauptgebäude mit den Flugsteigen H und J benötigt mehr Zeit. Mit Flugsteig G meistert Fraport sprichwörtlich den zweiten vor dem ersten Schritt.

Das Kopfgebäude verbindet Flugsteig G mit dem Terminal-Hauptgebäude.

Die markanten Oberlichter im Check-in-Bereich lassen sorgen für ein weites Raumgefühl und viel natürliches Tageslicht. Quelle: Fraport AG / © Christoph Mäckler Architekten

An Flugsteig G sorgen funktionales, modernes Design und effiziente Abläufe für einen entspannten Aufenthalt. Quelle: Fraport AG / © Christoph Mäckler Architekten

Flexible Anpassung

Die Corona-Pandemie führte zu einer Jahrhundertkrise in der zivilen Luftfahrt weltweit. Ein Minus von über 90 Prozent war die Regel. Auch der Frankfurt Airport spürte einen massiven Rückgang an Reisenden. Langfristig wird der Luftverkehr wieder wachsen. Dies lehren die überstandenen Krisen der Vergangenheit. Daher zahlt sich wieder die modulare und flexible Architektur des gesamten Terminal 3 aus. Eine Inbetriebnahme von Flugsteig G wird 2026 gemeinsam mit dem Terminalhauptgebäude und den Flugsteigen H und J angepeilt. Allerdings wird der Flugsteig G bereits 2022 weitestgehend baulich fertiggestellt. Das verschafft der Fraport AG die Flexibilität, ihn bei Bedarf auch früher in Betrieb zu nehmen.

Schlanke Prozesse

Flugsteig G bietet zunächst Platz für jährlich 4 bis 5 Millionen Reisende zusätzlich und kann im Vollausbau noch einmal auf eine Kapazität von bis zu 7 Millionen Reisenden erweitert werden. Auf ca. 34.000 Quadratmetern Grundfläche können Reisende auf direktem Weg ihre Flüge schnell und unkompliziert erreichen.

Enge Verbindung

Der Flugsteig kann bei entsprechender Nachfrage schon vor dem ersten Bauabschnitt als Solitär in Betrieb genommen werden. Selbst bei einer früheren Inbetriebnahme ist sichergestellt, dass Flugsteig G von Beginn an in die wichtigen Drehkreuzfunktionen des Flughafens eingebunden ist. An den Terminals im Norden steht dann zunächst ein Bus-Shuttle-Verkehr zur Verfügung, der im Takt weniger Minuten direkt zum Flugsteig G pendelt. Der Transport von Koffern, Trolleys und Co. würde ebenso zeitweise über das Vorfeld abgewickelt werden. Auch im Parkhaus vor Ort stehen frühzeitig mehr als 2.000 Stellplätze zur Verfügung.

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