Stütze für Stütze
Sky Line-Bahn

In Höhen und Tiefen

Die Trasse für die neue Sky Line-Bahn führt auf 5,6 Kilometern vom Norden in den Süden. Im Norden wird die Trasse aufgeständert und findet sich so passgenau in die bestehende Infrastruktur ein. Der Fahrweg Mitte verläuft ebenerdig, da er in der Einflugschneise liegt und so für landende Flugzeuge nicht stören darf. Im Süden fährt die neue Sky Line wieder als Hochbahn auf einer aufgeständerten Trasse.

Fahrweg Nord: Stütze „69“ ist die Erste

Im Juli 2019 sind die ersten Bohrpfahlarbeiten für den nördlichen Trassenabschnitt gestartet. Riesige Baumaschinen bohren für 135 Pfähle dazu bis zu 20 Meter in den Boden. Ein Bohrkopf hat dabei einen Durchmesser von 1,20 Meter. Jeder der bis zu 13 Meter hohen Trassenstützen benötigt mindestens vier Bohrpfähle als stabiles Fundament. Insgesamt errichten die Bauarbeitenden 47 Einzelstützen sowie 17 Rahmen für die Trasse im Norden.

Ein schwerer Job für Kräne

In der zweiten Bauphase des Fahrwegs Nord wird die Trasse durch viele einzelne Fahrwegträger zusammengesetzt. Das ähnelt der Arbeit an einem Puzzle. Jeder Träger hat eine andere Form und passt nur an einer bestimmten Stelle. Die einzelnen Fahrbahnteile sind bereits fertig montiert und werden in einem Stück angeliefert. Da die Abstände zwischen den Stützen von 20 bis 60 Metern reichen, sind die Fahrwegträger nicht „von der Stange“, sondern alles Unikate und dabei vor allem Schwergewichte. Sie können bis zu 200 Tonnen wiegen! Solche Lasten zu heben schaffen nur Spezialkräne, von denen es nur wenige in Deutschland gibt.

Beheizte Fahrbahn

Vor Ort erfolgt der Einbau der Geländer, Notgehwege und der Führungsschienen für die Fahrzeuge. Auch die Elektrik für Beleuchtungen, Weichensteuerung oder Signalübertragungen wird dann installiert. Im nächsten Schritt geht es an den Fahrweg selbst: Je nach Größe und Gewicht werden Abschnitte der Betonfahrbahn vor Ort hergestellt. Kleinere Stücke können schon im Werk produziert und angeliefert werden. Um die Fahrbahn auch bei kalten Temperaturen betriebstüchtig zu halten, werden alle Laufflächen der Fahrbahn mit Kupferrohren ausgestattet. Durch diese laufen später einmal Heizdrähte und sorgen ähnlich einer Fußbodenheizung für schnee- und vereisungsfreie Fahrtabläufe.

Für die Befestigung der 1,2 Meter breiten Pfähle wird großes Bohrgerät benötigt.

Eine der ersten Stahlbewährungen für eine Stütze vom Fahrweg Nord steht bereits fest im Boden verankert. Insgesamt 135 Pfähle werden die neue Sky Line-Bahn tragen.

Entlang des Fahrwegs im Norden stehen teilweise schon massive Stützen, die die bis zu 60 Meter langen Fahrwegsteile tragen.

Die Verschalung für die Betonstützen der neuen Sky Line-Bahn Trasse steht. Nun kann Beton fließen.

Einige der Hammerkopfstützen sind bereits fertiggestellt, während an anderen Stützen und Rahmen noch fleißig gewerkelt wird. Auf diese Stützen werden später die Fahrwegträger der neuen Sky Line-Bahn gesetzt.

Nach Fertigstellung der Betonstützen werden die bis zu 60 Meter langen Trassenteile aufgesetzt.

Auf den Boden!

Der Fahrweg Mitte führt auf insgesamt 2.200 Metern Strecke entlang der A5 an den beiden parallelen Start- und Landebahnen vorbei. Für die Planenden bedeutete das: Ab auf den Boden mit der Trasse! Denn in diesem Bereich müssen sich die Pilotinnen und Piloten uneingeschränkt auf das Landen und Starten konzentrieren können. Eine ähnliche hohe Sky Line-Trasse wie im nördlichen Bereich könnte die Blickachse der Pilotinnen und Piloten beeinträchtigen. Da am Flughafen Frankfurt Sicherheit höchste Priorität hat, verläuft der Trassenverlauf in diesem Bereich ebenerdig. Und da der Streckenverlauf entlang der A4 geradlinig ist, kann die Sky Line-Bahn Vollgas geben: Höchstgeschwindigkeit 80 km/h.

Der Fahrweg Süd führt die neue Sky Line-Bahn in circa 11 Metern Höhe zur Station am Terminal 3. (April 2021)

Aufwärts zu Terminal 3

Im Bereich des nur etwa 330 Meter langen Fahrwegs Süd fährt die neue Sky Line-Bahn wieder in die Höhe. Nach ebenerdigem Verlauf unter der bereits fertiggestellten Zufahrtsrampe wird die Trasse wieder auf Hochbahn-Niveau geführt – auf etwa 11 Meter. Insgesamt installieren die Bauarbeitende hier 17 Achsen für die Brücke, von denen jede auf zwei Stützen mit Bohrpfahlgründung ruht. Im Frühjahr 2022 soll dann der Systemlieferant die fertige Trasse übernehmen. Er stattet den Fahrweg dann zum Beispiel mit Strom- und Führungsschienen aus.

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