Von den äußeren zu den inneren Werten
Flugsteige H und J

Von den äußeren zu den inneren Werten

Mit der technischen Gebäudeausstattung kommt Leben in die Flugsteige. Dazu gehören die moderne Sanitär- und Lüftungsanlage oder die Heizungs- und Sicherheitstechnik. Doch diese raumfordernde Technik ist nicht im Keller untergebracht, sondern befindet sich auf dem Dach der Flugsteige. Genauer: In riesigen Stahlkonstruktionen verbaut, die auf den Dächern der beiden Flugsteige aufliegen. Ein großer Vorteil der auf dem Dach verbauten Technik liegt im Betrieb. Die Wartung ist dank der leichten Zugänglichkeit wesentlich unkomplizierter und kann auch tagsüber geschehen. Und sollten einzelne Geräte komplett erneuert werden müssen, ist dies vom Dach aus wesentlich einfacher umzusetzen. Auch Fluggäste profitieren von der „ausgehausten“ Technik. Sie genießen viel mehr Freiraum in den Flugsteigen. Hier versperren keine großen Technikräume den Blick – zum Beispiel auf das Vorfeld.

Stück an Stück

Bei Flugsteig H sind 14 Teilabschnitte auf dem Dach verbaut, die jeweils eine Länge von 24 Metern aufweisen. Stück an Stück reiht sich der Stahl über 336 Meter auf. Das entspricht mehr als dreiviertel der gesamten Flugsteig-Länge. Beim 600 Meter langen Flugsteig J werden es 23 Abschnitte sein. Somit erstrecken sich die massiven Einzelteile dort auf über 552 Meter. Von unten betrachtet sehen die Stahlteile fast so aus, als würden sie über den Flugsteigen schweben. Ein eindrucksvoller Anblick, mit Blick auf die Dimensionen. Die Stahlkonstruktion steht fest auf dem Dach der Flugsteige verankert mit massiven Betonstützen. Der Eindruck der schwebenden Stahlteile ergibt sich je nach Blickwinkel des Betrachtenden. Damit fügt sich später die „ausgehauste“ Technik harmonisch in die gesamte Architektur ein.

Insgesamt werden 14 Teilabschnitte auf Flugsteig H verbaut.

Die Stahlkonstruktionen werden mit massiven Betonstützen auf dem Dach verankert.

Für die Montage der Dachkonstruktion wird ein mobiler Kettenkran eingesetzt

Der mobile Kettenkran hebt jede Konstruktion einzeln auf das Dach von Pier H.

Ein Job für den Kettenkran

Bevor die Installationen beginnen können, müssen die riesigen Stahlteile zunächst ihre finale Position auf dem Dach erreichen. Das ist sprichwörtlich keine leichte Arbeit. Jedes Stahlgerüst wiegt bis zu 50 Tonnen. Ein mobiler Kettenkran ist dafür im Einsatz und hebt die Konstruktionen Stück für Stück nach oben. Dafür ist jede Menge Fingerspitzengefühl und Teamarbeit gefragt. Denn der am Boden arbeitende Kranführende sieht nicht, wo er die Last oben auf dem Flugsteig ablässt. Sein Einweiser sorgt mit Anweisungen über Funk dafür, dass die Konstruktionen millimetergenau platziert werden. Oben abgesetzt, sichern Arbeitende die Stahlteile und beginnen mit der Montage. Spezielle Lacke sorgen dafür, dass die Teile gegen Wind und Wetter geschützt sind. Dann kann die eigentliche Installation der technischen Anlagen starten, dank der Fluggäste künftig ihren Aufenthalt im neuen Terminal 3 genießen können.

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