Seit der Grundsteinlegung im April 2019 wächst auch das Terminal-Hauptgebäude Stück für Stück aus den Baugruben. Im Herbst 2020 ist der Rohbau dann auch kellerfertig – also in allen Untergeschossen beendet. Während die Rohbauarbeiten in den höheren Stockwerken weitergehen, startet im Keller bereits die Technische Gebäudeausstattung: Allein im Hauptgebäude von Terminal 3 werden dann etwa 290 Kilometer Rohre für Heiz- und Kältetechnik, Sanitär- und Feuerlöschanlagen gelegt – das entspricht nahezu der Luftlinie von Frankfurt nach München!
Damit die zwölf Züge der neuen Sky Line-Bahn regelmäßig gewartet werden können, entsteht östlich von Terminal 2 ein Werkstattgebäude. Die ersten vorbereitenden Maßnahmen starteten im Februar 2020, ab Mitte März folgen dann die Rohbauarbeiten. Sie dauern voraussichtlich bis Sommer 2021 an.
Dank schwerem Gerät – der Marktplatz nimmt Form an
Der Marktplatz ist das Herzstück des Terminal-Hauptgebäudes und besticht mit seiner außergewöhnlichen Deckenkonstruktion. Als Grundlage für das Dach müssen insgesamt 20 Stahlträger montiert werden. Aufgrund der Lage des Marktplatzes, umschlossen vom Terminal-Hauptgebäude und der entsprechenden Distanz zum Lageplatz der Stahlträger, war der Einsatz eines besonderen Raupenkrans erforderlich. Dieser hat eine Gesamtlänge von 127,4 Metern und wurde mit insgesamt 45 LKWs in Einzelteilen angeliefert und innerhalb von drei Tagen aufgebaut. Im Stundentakt wurden dann die einzelnen Stahlträger mit einem Gewicht von rund 31 Tonnen mit dem Kran vom Lageplatz vor dem Terminal-Hauptgebäude in die vorgesehenen Aussparungen gehoben.
Für Reisende, die mit der Deutschen Bahn zu Terminal 3 gelangen wollen, wird sie der Startpunkt sein: die neue Sky Line-Station an Terminal 1. Zwischen Terminal 1 und Sheraton-Hotel entsteht nun die neue oberirdische Station. Nur wenige Gehminuten vom Regional- und Fernbahnhof entfernt werden zunächst die Stützen gestellt, dann folgen der Baukörper der Station sowie die Verbindungswerke zwischen ihr, dem Terminal, den Bahnhöfen und dem Sheraton-Hotel.
Der Tiefbau auf der Terminal 3-Baustelle befindet sich auf der Zielgeraden: In die letzte noch mit Wasser gefüllte Grube wird Beton gegossen, während nebenan schon das Fundament des Hauptgebäudes entsteht. Sobald der Unterwasserbeton trocken ist, kann das Wasser abgepumpt werden. Nach 670.000 Kubikmetern ausgehobener Erde und bisher 40.000 Kubikmetern Unterwasserbeton ist der Tiefbau danach vollständig abgeschlossen und der gesamte Bereich des künftigen Terminal-Hauptgebäudes bereit für den Rohbau.
Nach Abschluss des Trockenaushubs beginnt der Spezialtiefbau.
In der zweiten Bauphase, dem Spezialtiefbau, geht es weiter in die Tiefe: Im Nassaushub wird die Baugrube parzellenweise von Spezialbaggern um weitere acht bis elf Meter ausgehoben, bis die endgültige Tiefe unterhalb des Grundwasserniveaus erreicht ist. Damit kein weiteres Wasser eindringt, wird die Baugrube vorab mit bis zu 14 Meter langen Spundwänden an den Seiten abgedichtet. Das schafft die Voraussetzungen für das Schütten der Betonsohle. Dies geschieht unter Wasser und wird von speziell ausgebildeten Tauchern vorbereitet. Nachdem der Beton die gewünschte Härte erreicht hat, wird das Wasser abgepumpt, gereinigt und wieder dem Grundwasser zugeführt.
Terminal 3 wird auch mit Auto, Taxi oder Bus leicht zu erreichen sein. Dafür entstehen neue Anbindungsstraßen und eine Erweiterung der Anschlussstelle Zeppelinheim an die Autobahn A5. Als erste große Baumaßnahme starten die Arbeiten zur Zu- und Abfahrtsrampe zum höher gelegenen Vorfahrtsbereich der Abflugebene von Terminal 3. Bei den Gründungsarbeiten werden im Bereich der Brückenpfeiler insgesamt 48 Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 1,20 Metern und einer Länge von bis zu 18 Metern im Boden versenkt. Sie fixieren den Untergrund, damit die Rampen ein stabiles Fundament bekommen. Für die Abfahrtsrampe werden dann die Pfahlkopfplatten und Stützpfeiler hergestellt. Dazu werden 4,5 Tonnen schwere und 9 Meter lange Stahlkörbe, sogenannte Bewehrungskörbe, auf die einzelnen Fundamente des Brückenbauwerks gehoben, verschweißt und mit Beton gefüllt. Für die Zufahrtsrampe werden zunächst die Stützwände mit Schal- und Bewehrungsarbeiten errichtet.
Im Trockenaushub wird auf einer Grundfläche von 65.900 m² gebaggert.
Direkt nach den Feierlichkeiten zum Spatenstich im Oktober 2015 startet die erste Bauphase: der Trockenaushub. In nur wenigen Monaten entsteht eine 65.900 Quadratmeter große Baugrube. Dafür schaufeln Bagger täglich rund 300 Lkw-Ladungen Erde weg. In der Spitze sind das 5.500 Kubikmeter Erde pro Tag. Mit dem Abschluss des Trockenaushubs ist das Gelände auf der Grundfläche von Terminal 3 auf 5,5 Meter Tiefe ausgehoben.
Mit dem feierlichen Spatenstich beginnt der Bau von Terminal 3.
Ein ganz besonderes Datum: Nach mehr als 15 Jahren intensiver Planungen, Genehmigungsverfahren und Prüfungen findet auf dem Flughafengelände der offizielle Startschuss für eines der größten privat finanzierten Infrastrukturprojekte Europas statt. 400 Fraport-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sowie 200 geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft sind Teil dieses besonderen Ereignisses.
Die Stadt Frankfurt erteilt Fraport die Baugenehmigung für Terminal 3.
Mit der Genehmigung zum Bau von Terminal 3 ist ein wichtiger Meilenstein erreicht und die Planungen können weiter intensiviert werden. In der ersten Ausbaustufe werden zwei Flugsteige mit 24 Gebäudepositionen gebaut. Zudem legt die Baugenehmigung fest, dass die Station der neuen Sky Line-Bahn in Hochlage neben der Terminalvorfahrt gebaut wird. Ursprünglich war sie im Untergeschoss des Terminalgebäudes geplant.