Flugsteig G

Den zweiten vor dem ersten Schritt

Den zweiten vor dem ersten Schritt machen – geht nicht? Geht doch! Und zwar am Frankfurter Flughafen. Mit dem vorgezogenen Bau von Flugsteig G auf der Terminal 3-Baustelle wird der zweite Schritt gemacht, bevor der erste abgeschlossen ist. Die Planung für ein Infrastrukturprojekt dieser Größe braucht eine lange Anlaufzeit.

Erste Gespräche mit der Stadt Frankfurt begannen bereits 1997. Das neue Terminal wurde deshalb von Beginn an so flexibel konzipiert, dass es sich modular leicht an neue Gegebenheiten anpassen lässt.

An einem so dynamischen und lebendigen Ort wie dem größten Drehkreuz Deutschlands gehören Veränderung und Bewegung zum Alltag. 2017 gab es sogar einen neuen Rekord, denn am „FRA“ waren über 64,5 Millionen Menschen unterwegs. Das sind sechs Prozent mehr als noch 2016 – und der Trend setzt sich fort. Immer mehr Menschen nutzen das internationale Drehkreuz Frankfurt um die Welt zu bereisen. Denn von Frankfurt aus sind bis zu 130 Länder in aller Welt nur einen Flug entfernt. Mehr Passagiere bedeuten als Folge aber auch mehr Belastung für die Terminals 1 und 2. Zu Spitzenzeiten können die Komfortansprüche, die an den Flughafen Frankfurt gestellt werden, dann nicht immer vollständig erfüllt werden.

Eine Lösung muss her: Schon vor der Fertigstellung von Terminal 3 kann Flugsteig G ab 2021 die Terminals 1 und 2 entlasten, denn dieser vorgezogene Bau ist schneller fertig als das gesamte Terminal. Der neue Flugsteig bietet zunächst Platz für jährlich 4 bis 5 Millionen Reisende und kann im Vollausbau noch einmal auf eine Kapazität von etwa 6 bis 7 Millionen Passagiere erweitert werden.

„Der ohnehin als zweiter Bauabschnitt von Terminal 3 geplante Flugsteig G wird aufgrund des Passagierwachstums vorgezogen realisiert. Der neue Flugsteig wird als voll funktionsfähiges Abfertigungsgebäude gebaut und optimal in das Drehkreuz Frankfurter Flughafen eingebunden.“ Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG

Nahtloser Übergang

  An Flugsteig G sorgen funktionales, modernes Design und effiziente Abläufe für einen entspannten Aufenthalt. Bereits seit 2012 parken Flugzeuge dort, wo bald Flugsteig G gebaut wird. Die Vorstellung, dass von hier bald Fluggäste in alle Welt aufbrechen oder in der Main-Metropole ankommen, fällt daher nicht schwer. Obwohl Flugsteig G vorgezogen realisiert wird, sind alle Teile des Abfertigungsbereichs aus einem Guss und folgen der Vision von Terminal 3-Architekt Christoph Mäckler. Wie das Hauptgebäude von Terminal 3 wird auch Flugsteig G modern und attraktiv gestaltet. Gleichzeitig ist der neue Flugsteig auf schlanke und unkomplizierte Prozesse ausgerichtet.  Zwischen den heute bereits bestehenden Parkpositionen für Flugzeuge entsteht Flugsteig G. Die Passagiere profitieren von den direkten Wegen vom Check-in über die Sicherheitskontrollen zum Boarding sowie der klaren Wegführung am gesamten Flugsteig. 

Dazu gehört auch eine volle Flexibilität: egal ob eine Reise ins europäische Ausland oder in die weite Ferne. Vom neuen Flugsteig G sind Flüge sowohl im Schengen-Raum möglich als auch interkontinentale Ziele im Non-Schengen-Raum erreichbar. Reisende erleben inmitten von gradliniger Funktionalität und moderner Gestaltung eine ebenso stressfreie wie angenehme „Gute Reise“. 

 

Erst allein, dann ein Teil

Wenn an Flugsteig G bereits der Flughafentrubel Einzug hält, wird direkt daneben noch kräftig an den beiden Flugsteigen H und J sowie dem Terminalhauptgebäude gebaut.  Der Abflugbereich bietet mit übersichtlicher Architektur gute Orientierung. Manche Verbindungen in den nördlichen Teil des Flughafens, wie die Anbindung an die Gepäckförderanlage und das PTS, stehen erst nach der Eröffnung von Terminal 3 zur Verfügung. Für umsteigende Passagiere ist ein reibungsloser Ablauf bei Personen- und Gepäcktransfer zu jeder Zeit besonders wichtig. Daher wird Flugsteig G von Beginn an in die wichtigen Drehkreuzfunktionen des Flughafens eingebunden. An den Terminals im Norden steht zunächst ein Bus-Shuttle-Verkehr zur Verfügung, der im Takt weniger Minuten direkt zum Flugsteig G pendelt. Der Transport von Koffern, Trolleys und Co. wird über das Vorfeld abgewickelt. 

Das Mega-Projekt fügt sich zusammen

Bis zur Inbetriebnahme der PTS werden Passagiere mit Bussen Flugsteig G von den Terminals 1 und 2 unkompliziert erreichen. Flugsteig G ist der erste Meilenstein, der die Zukunftsvision von Terminal 3 in die Gegenwart überführt. Mit Eröffnung von Terminal 3 fügt sich das Gesamtbild weiter zusammen, denn dann wird der erste Bauabschnitt mit dem Terminalhauptgebäude und den Flugsteigen H und J fertig. Mit der parallelen Planung und Umsetzung der ersten und zweiten Bauabschnitte von Terminal 3 macht sich der Frankfurter Flughafen bereit für die wachsende Zahl an Reisenden.