Nur einen Steinwurf neben Terminal 3 entsteht ein neues Parkhaus. Wer hier parkt, hat direkten Zugang zum neuen Terminal. Mit Inbetriebnahme von Flugsteig G stehen bereits 2.200 Parkplätze zur Verfügung. Insgesamt werden es 8.500 Stellplätze sein.
Die neue Sky Line-Bahn wird bei laufendem Betrieb gebaut.
Egal ob Transitreisende oder Fluggäste, die mit dem Zug am Flughafen Frankfurt ankommen: Alle werden Terminal 3 komfortabel erreichen. Damit das möglich wird, baut Fraport eine neue Sky Line-Bahn. Dazu werden im Norden des Flughafens der Fahrweg, ein großes Werkstattgebäude und die Station vor Terminal 1 bei laufendem Betrieb und auf engstem Raum errichtet - eine bauliche und logistische Herausforderung! Neben den vorbereitenden Arbeiten an der neuen Sky Line-Station an Terminal 1 sind im Juli 2019 auch die ersten Bohrpfahlarbeiten für die Trasse gestartet.
Über den 550 Meter langen und fast 30 Meter breiten Vorfahrtstisch gelangen Pkws und Taxis direkt vor die Abflughalle von Terminal 3. Die Zufahrtsrampe, an die der Vorfahrtstisch anschließt, ermöglicht die Auffahrt. Die Abfahrtsrampe leitet den ausfahrenden Verkehr wieder ins anliegende Straßennetz.
Doch bis dort Fahrzeuge über den Asphalt rollen, ist es noch ein weiter Weg. Denn zunächst wird das Haupttragesystem des 14,5 Meter hohen Bauwerks errichtet. Für eine stabile Grundlage des Vorfahrtstischs sorgen 13 Meter lange Großbohrpfähle und 28 quer ausgerichtete Betonstahlrahmen. Diese ruhen auf v-förmigen Stützen und sorgen so für ein solides Tragesystem für den Vorfahrtstisch.
Mit der feierlichen Grundsteinlegung am 29. April 2019 startet der Hochbau des Terminal-Hauptgebäudes. Das sprichwörtliche Herz von Terminal 3 wird für viele Fluggäste zukünftig der Start- oder Endpunkt ihrer Reise sein. Die Abflughalle beeindruckt mit einer Deckenhöhe von 18 Metern und der umgebenden Glasfront. Reisende checken hier unkompliziert ein und geben ihr Gepäck auf. Nach den Sicherheitskontrollen wartet Erholung: Fluggäste können die 6.200 Quadratmeter Lounge-Fläche und den großzügigen Marktplatz mit zahlreichen Shopping- und Gastronomie-Angeboten nutzen. Mit Beginn des Hochbaus entsteht also das „Herz von Terminal 3“.
Nach dem Tiefbau geht es nun Schritt für Schritt in die Höhe: Der Baubeginn des Flugsteigs H mit integriertem Vorfeldkontrollturm markiert den offiziellen Start für den Rohbau von Terminal 3. Die Arbeiten an Flugsteig J starten ebenfalls noch im ersten Halbjahr 2019. Sie gehören zum ersten Bauabschnitt des neuen Terminals. Die beiden Flugsteige haben 24 Gebäudepositionen. Während Flugsteig H zwei Ebenen für Schengen-Reisende bietet, ist Flugsteig J für Non-Schengen-Reisende mit drei Stockwerken ausgestattet.
Die beiden Flugsteige sind im Endzustand fugenlose Rohbauten. Bei dieser Bautechnik werden mehrere Teilbauwerke mit etwa einem Meter Abstand voneinander errichtet und in einem finalen Schritt durch Beton miteinander verbunden. Aus sieben dieser Teilbauwerke entsteht der 400 Meter lange Flugsteig H. Flugsteig J, der mit 600 Metern sogar noch länger ist, besteht aus acht Teilbauwerken.
Angestoßen durch erstmalige Gespräche zwischen Fraport und der Stadt Frankfurt über einen Flughafenausbau Ende der 90er-Jahre, kommt es zu einem zweijährigen Mediationsverfahren. Hierbei beteiligt Fraport Vertretende der Hessischen Landesregierung, Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Dörfer und Kommunen sowie Bürgerinitiativen, Unternehmerverbände und Gewerkschaften, um die Rahmenbedingungen für einen Flughafenausbau festzulegen. Im Juni 2000 entscheidet sich die Hessische Landesregierung dann für die Flughafenerweiterung. Kurz darauf beschließt der Fraport-Aufsichtsrat offiziell den Ausbau.
Juni 2020
Flugsteig G nimmt auch innen Form an.
Damit Reisende auch am Flugsteig G ein modernes Reiseerlebnis haben, rückt Mitte 2020 die Technik in den Mittelpunkt. Neben größeren Installationen und dem Fassadenbau geht es nun auch an den Innenausbau.
Die Wahl des Systemanbieters für die neue Sky Line-Bahn ist ein Meilenstein hin zur Realisierung. Der Zuschlag ging an die Bietergemeinschaft von Siemens, Max Bögl und Keolis. Als nächstes starten die Bauarbeiten für die Verbindungstrasse zwischen Terminal 1 und 2.
Das neue System ergänzt die bestehende Sky Line-Bahn und wird ebenfalls fahrerlos unterwegs sein. Reisende erreichen Terminal 3 mit der neuen Sky Line-Bahn vom Fern- und Regionalbahnhof aus in nur acht Minuten. Bei einem kurzen Zwischenstopp an Terminal 2 können Fluggäste an der erweiterten Station zwischen der bestehenden Sky Line-Bahn und dem neuen System umsteigen. Alle zwei Minuten werden die Wagen auf der Trasse in Hoch- und Tieflage mit bis zu 80 km/h unterwegs sein.
Um das neue Terminal 3 optimal mit dem umliegenden Straßennetz zu verbinden, wird die Anschlussstelle Zeppelinheim an der A5 mit einem neuen Brückenbauwerk erweitert. Zunächst werden dafür Bohrpfähle eingebracht, auf denen das 142 Meter lange Vierfeldbauwerk aufgesetzt wird. Mitte 2021 wird die Brücke je Fahrbahnseite bei einer nächtlichen Sperrung der Autobahn im Ganzen angeliefert und eingebracht. Ab dem 1. Quartal 2022 soll die erweiterte Anschlussstelle befahrbar sein.
Während der Rohbau des Terminal-Hauptgebäudes auf die Zielgerade einbiegt, startet bereits der nächsten Meilenstein: das Dach für die Check-in-Halle. Dieses ist in etwa so groß wie 2,5 Fußballfelder und muss in einzelnen Segmenten wie ein Rollladen von einer Seite auf das Gebäude aufgeschoben werden. Ab Mai wird die Baustelle für die schweren Geräte vorbereitet, die dafür erforderlich sind, im Sommer können dann die Hilfskonstruktionen für die spätere Montage installiert werden. Im Herbst gehen dann die Schwerlastkräne an die Arbeit und beginnen mit dem Einhub bzw. Einschieben des Dachs.