Menschen hinter Terminal 3

Ortwin Mücke

Projektverantwortlicher für die Straßenanbindung bei der Fraport Ausbau Süd GmbH, eine Tochter der Fraport AG

Was ist Ihre Aufgabe beim Bau von Terminal 3?

Ich betreue die Projekte zur Verkehrserschließung. Das heißt, ich bin zuständig für die Realisierung der Straßen, die von und zum neuen Terminal 3 führen werden. Dazu zählen die Zu- und Abfahrtsrampe zum Vorfahrtstisch sowie weitere Straßen- und Brückenbauwerke. Zusätzlich fallen die für den Bau des Personen-Transport-Systems benötigten Stützbauwerke in meinen Verantwortungsbereich.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf bei Ihnen aus?

Mein primäres Aufgabenfeld ist die Planung und Realisierung der Projekte. Wir haben vor allem viele Abstimmungstermine, in denen die Ergebnisse der Planer geprüft werden und die Zeitplanung besprochen wird. Ziel ist es, dass die beauftragten Planer und Baufirmen die vertraglich vereinbarten Leistungen erfüllen. Auf der Baustelle vor Ort bin ich daher nicht täglich.

Was reizt Sie am Bau von Terminal 3?

Ein Projekt dieser Größenordnung ist für einen Bauingenieur immer spannend. Die Zusammenarbeit mit Fachleuten verschiedenster Bereiche, die Zeitplanung der Abläufe, die gesamte Koordination – so etwas ist immer reizvoll. Mit dem reinen Terminal-Bau hab ich gar nicht so viel zu tun, da mein „Hauptgeschäft“ ja in der Straßenanbindung liegt.

Was ist die größte Herausforderung mit der Sie sich konfrontiert sehen?

Als Planer ist die Vergabe der Aufträge an die Baufirmen der wichtigste Schritt. Natürlich ist der Bau an sich auch ein Stück Steckbrief Ortwin Mücke, Jahrgang 1965, kam 2009 als Projektleiter für die Tiefbauarbeiten der Landebahn Nordwest zur Fraport AG. Nach deren Fertigstellung wechselte er 2012 in den Verantwortungsbereich der Verkehrserschließung Terminal 3. Vor seiner Zeit bei Fraport war er zwanzig Jahre lang bei verschiedenen Baufirmen als Bauleiter tätig. Er ist auf den Ingenieurbaubereich spezialisiert und hat Tunnel, Brücken und Verkehrserschließungen aller Art als Bauleiter betreut. Arbeit. Ein besonderer Meilenstein ist für uns allerdings tatsächlich der Schritt davor: Die Ausschreibung auf den Markt zu bekommen und den Bau somit rechtzeitig in die Wege zu leiten.

Haben Sie ein besonderes Erlebnis aus dem bisherigen Projektverlauf, an das Sie sich noch lange erinnern werden?

Die spannendste und planungsaufwändigste Aufgabe, die wir bisher zu bewältigen hatten, ist das Brückenbauwerk der Zufahrtsrampe zur Abflugebene zum Terminal 3. Unterhalb der Zufahrtsrampe verläuft die Trasse des Personen-Transport-Systems und die Betriebsstraße, sodass nur an bestimmten Stellen Stützbauwerke aufgestellt werden können. Dadurch ist die Geometrie der Brücke sehr kompliziert.

Worauf freuen Sie sich am meisten im weiteren Projektverlauf?

Für den Bau der Zufahrtsrampe werden Stahlteile in Fabriken vorgefertigt. Die Inspektion der Fertigstellung in der Fabrik und die später folgende Montage der Stahlbauteile auf der Baustelle sind eine interessante Abwechslung zum Arbeitsalltag im Planungsbüro.

Was fasziniert Sie am Frankfurter Flughafen?

Obwohl meine Tätigkeit beim Bau der Straßenanbindung nur wenig Bezug zum tatsächlichen Fluggeschehen hat, ist die Nähe immer wieder reizvoll. Beim Bau der Landebahn Nordwest etwa – ein Projekt, an dem ich früher mitgearbeitet habe – mussten spezielle technische Rahmenbedingungen und Vorgaben der Deutschen Flugsicherung beachtet werden. Das macht das Besondere aus. So etwas ist eben einzigartig und gibt es nur an einem Flughafen.